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ZITAT VON ANTOINE DE SAINT-EXUPÉRY

 

Die großen Leute lieben nämlich Zahlen. Wenn ihr euch über einen neuen Freund unterhaltet, wollen sie nie das Wesentliche wissen. Sie fragen dich nie: »Wie ist der Klang seiner Stimme? Welche Spiele liebt er am meisten? Sammelt er Schmetterlinge?« Sie wollen lieber wissen: »Wie alt ist er? Wie viele Brüder hat er? Wieviel wiegt er? Wieviel verdient sein Vater?« Erst dann werden sie glauben, ihn zu kennen. Und wenn ihr den großen Leuten erzählt: »Ich habe ein sehr schönes Haus mit roten Ziegeln gesehen, mit Geranien vor den Fenstern und Tauben auf dem Dach …« werden sie sich das Haus nicht vorstellen können. Ihr müsst vielmehr sagen: »Ich habe ein Haus gesehen, das hunderttausend Franken wert ist.« Dann kreischen sie gleich: »Oh, wie schön!«

 

– Aus 

“21, 22, 23”

 

“Ich glaube, was oft vergessen wird, ist der Druck, der auf Menschen Anfang 20 lastet. keine Sorge, wir machen uns doch eh rund um die Uhr Gedanken, wie wir unseren Erwartungen irgendwann mal entsprechen können. Praktikum, Uniabschluss, eigene Wohnung, Job. gute Freunde, Party, die neue Bar ums Eck ausprobieren. die Welt bereisen, indisch kochen, oder doch eher Sport oder meditieren. es stresst, weil wir alle so viel mehr sein wollen, als wir momentan sind. alles scheint erreichbar, und das lähmt eben ab und zu. ein Bier zu viel um zu vergessen, dass man je erwachsen werden muss.

ja, wir habens alle gut, aber gleichzeitig machen uns all die Erwartungen – nicht zuletzt die, die wir an uns selbst stellen – viel zu sehr fertig. deswegen, Leute, geht woanders hin mit euren Vorträgen darüber, wie wir unser Leben zu leben haben. wir wissen doch ohnehin, dass wir es noch viel besser machen könnten. und wir bleiben am Ball, auch wenn es manchmal nicht so aussieht und es Zeit und manchmal ein paar Anläufe braucht.

das Wichtigste im Leben ist, dass es einem halbwegs gut geht. wie wir das erreichen, ist individuell unterschiedlich. mir persönlich hat es sehr geholfen, mir darüber klarzuwerden, dass ich keinen Erfolg brauche, damit es mir gut gehen darf. mach ich halt mal weniger für die Uni und schau dafür, dass ich mir selbst ab und zu was Gutes tu. an mein Ziel werde ich trotzdem kommen.

wir denken oft, wir müssen das und das und das erfüllen, damit es uns irgendwann so richtig gut geht. Bullshit. wenn wir realisieren, dass wir auch um 12 Uhr mittags im Bett oder um 3 Uhr Früh in der U-Bahn nach Hause verdammt wertvoll sind, fällt das gut gehen leichter. erstmal dran arbeiten, dass es uns im Hier und Jetzt gut geht, und dann langsam an unseren Zielen arbeiten. oder auch schneller. jede Person ist individuell, angefangen von wie wir am besten lernen über was wir gut können bis zu wie viel Energie wir täglich haben.

macht euch nicht fertig, Leute. wenn ihr dran bleibt, dann kommt ihr da hin, wo ihr hin wollt. und hört nicht auf Menschen, die euch dafür runterziehen, dass ihr nicht immer den Erwartungen entsprecht. liebt euch selbst ein bisschen mehr, und behandelt euch gut. seid euch selbst der beste Freund. denn auch wenns oft so aussieht, als wären Menschen Anfang 20 voller Arroganz und Selbstüberschätzung – wir sind es nicht. wir versuchen nur, gleichzeitig cool und erfolgreich rüberzukommen und es schließlich auch zu sein und ab und zu zu kaschieren, dass wir eigentlich noch gar nicht so richtig wissen, was wir tun (wollen). aber das ist okay und das ist normal. slow down, free yourself from pressure and work on what’s important to you and only you. und nimm dir Zeit, um auch mal drauf zu scheißen und dich um dich selbst zu kümmern.”

 

– PeepsILoveEllie, (Youtube Kommentar)

“Damals als ich jung war, bin ich geflogen
Hin und wieder Richtung Boden, aber mit dem Blick nach oben”

– Sido, 30-11-80

“Was bedeutet ›zähmen‹?”

 

»Ich suche Freunde. Was bedeutet ›zähmen‹?«

»Das wird oft ganz vernachlässigt«, sagte der Fuchs. »Es bedeutet ›sich vertraut miteinander machen‹.«

»Vertraut machen?«

»Natürlich«, sagte der Fuchs. »Du bist für mich nur ein kleiner Junge, ein kleiner Junge wie hunderttausend andere auch. Ich brauche dich nicht. Und du brauchst mich auch nicht. Ich bin für dich ein Fuchs unter Hundertausenden von Füchsen. Aber wenn du mich zähmst, dann werden wir einander brauchen. Du wirst für mich einzigartig sein. Und ich werde für dich einzigartig sein in der ganzen Welt …«

 

– Aus